Um mal mit dem Postiviten zu beginnen, meine Arbeit läuft gut und macht mit jedem Tag mehr Spass. Die Kollegen sind nett und die letzten Arbeitstage habe ich sie immer wieder durch sau gute Arbeit überraschen können. So langsam mache ich mir aber auch Gedanken, wo es danach hingehen soll. Eigentlich seltsam, weil man grade erst so langsam ankommt. Aber noch mehr freue ich mich drauf, wieder weiter zu ziehen und mein Arbeitsleben endlich offiziel zu beginnen. Nur das Wo ist noch die große Unbekannte. Aber gestern habe ich erstmal wieder einen tollen Vorschlag bekommen: Köln! Ist zwar jetzt nicht so neu auf meiner Wuschliste, aber es ist wieder ein Grund mehr geworden: Alte Freunde! Falls Ihr das lest, ich vermisse Euch.

Oben habe ich ja bereits meine netten Kollegen erwähnt. Eine Kollegin is sogar so nett, dass sie mich doch heute glatt gefragt hat, ob ich nicht mit ihr ins Kino kommen will. Wohl gemerkt, nachdem sie mir offenbart hat, dass sie seit 2 Wochen kein Sex mehr hatte. (Ja, sie sind alle so nett, dass sie sich auch das alles erzählen!)

Allerdings mit meiner Antwort, und vorallem der Schnelligkeit und Entschlossenheit dieser, hatte sie wohl nicht gerechnet. Muss ich erwähnen, dass ich das tolle Angebot mit den Worten, “Me? No, I don’t have time!” (un-)dankend abgelehnt habe?

Sie scheint da leider die Einzige in meinem Büro zu sein, die da etwas Grundlegendes noch nicht verstanden hat. Aber leider versteht sie so einiges Grundlegendes nicht…. Frauen halt.

Ansonsten gibts von meinem Weichei-Mitbewohner wieder ein neuen Schwank zu berichten. Er kränkelt seit ein paar Tagen, Freitag um genau zu sein (ja der Absinth-Freitag) ein wenig rum und letzte Nacht wurde es dann “so schlimm”, dass er unbedingt um 2 Uhr morgens ins Krankenhaus wollte. Und das, obwohl seine Mami aus Südamerika frühstens erst morgen da sein könnte. Zitat: “I feel more comfortable with my mom at a doctor!” Bevor jetzt alle nachgucken, der kleine ist 21! Naja, da er uns was von sehr starken Schmerzen erzählt hat, haben wir alle an Nieren-Schaden oder Innere Blutungen gedacht. Wobei er dafür eigentlich zu fit aussah. Ich dachte mir nur, entweder ist der ‘nen verdamt harter Kerl (eher unwahrscheinlich) oder einfach ein ziemliches Muttersöhnchen.

Naja, mich hatte er nicht überzeugt, aber wofür gibt es denn Mädels, bzw. junge Frauen, die einem anscheind alles glauben? Also bin ich als “der Herzlose” zu Haus geblieben, und meine 3 Mitbewohner sind mit dem Taxi 30 Kilometer in das nächste Krankenhaus gefahren. Abfahrt war wie gesagt 2 Uhr morgens! Ich bin erstmal ins Bett und kam mir für einen Moment wirklich ein wenig schlecht und gleichgültig vor. Aber heute morgen habe ich den “schwer kranken” dann im Bett schlafen sehen. Da wurde mir schon klar, soo schlimm kann es nicht gewesen sein.

Doch dann die ganze Wahrheit zu hören hat mich doch laut lachen lassen. Und ein Dauergrinsen konnte ich mir bis zur Mittagspause nicht verkneifen.

Nach einer Stunde Warten in der Notaufnahme, hat sich der Doktor dann dem Latino-Leiden gewidmet und eine ebenso erschreckende wie vernichtene Diagnose getroffen: Blähungen! Um genau zu sein, eben nicht Blähungen, sonder wie es eine Freundin so schön heut formuliert hat, “ein festsitzender Furz”!

Noch unterhaltsamer, als den Gedanken, dass sich die Drei die gesamte Nacht, Taxigeld und Nerven um die Ohren geschlagen haben, fand ich nur noch die Vorstellung, die Lationo-Mami wäre jetzt von der Süd- auf die Nordhalbkugel geflogen, weil ihr verwöhnter Sohn zu blöde zum pupsen ist! Ich lach jetzt noch vor mir hin!!

Die Mädels, zumindest Ri. (die Portugiesin und WG-Mutti) wollte ihn heut auch weiterhin in Schutz nehmen und mir erklären, dass man davon wirklich Schmerzen haben kann. Aber naja, manche lernen es halt nie. Ich hoffe natürlich für mein eigenes Wohl, dass die Luft noch ein wenig in Ihm stecken bleibt, schliesslich teile ich mir mit dem Windsack das Schlafzimmer…

also ich würde ja gerne viel erzählen über die angekündigte Samstag-Nacht, aber leider weiss ich persönlich nicht mehr viel davon. Eigentlich alles was ich noch weiss, weiss ich aus Erzählungen. Mein Erinnerungsvermögen hat sich in dem Moment verabschiedet, wo wir unser Apartment Richtung Club verlassen haben. Aber die Erinnerungen die ich noch an die Zeit vor dem Aufbruch habe, sind sehr angenehm. Ein paar Vodka-Red Bull, eine Flasche Champagner, noch nen paar Vodka-Cola, ein bischen Latin getanzt (Man kam sich so herrlich deutsch dabei vor!) und so um 1 Uhr gings dann los. Wenn man den Bildern glauben darf war es recht unterhaltsam im Club, anders kann ich mir Bilder, wo ich auf dem Tresen tanze nicht erklären. Ausserdem weiss ich auch nicht, wem die Telefonnummern gehören, die ich Sonntag in meiner Hosentasche gefunden hab. Wahrscheinlich dem großem Engländer, von dem mir alle erzählen, mit dem ich mich wohl recht gut verstanden haben soll….

Also, es sei mir verziehen, dass ich leider nicht mehr erzählen kann, außer dass wir alle Spass hatten, meine portugiesische Mitbewohnerin inzwischen Angst vor mir hat, wenn ich trinke (“You are dangerously friendly, when you drink!”) und dass ich so schnell nicht mehr trinken werde…Zum Glück ist ja huete Montag, da ist das nicht zu schwer.

ein Freitag ohne Sex

25. April 2009

Es ist Samstag, bekanntlich der Tag nach Freitag. Einem vergleichsweise ruhigem Freitag, über den es sich aber wohl trotzdem zu schreiben lohnt. Überraschender Weise haben kurzfristig alle aus der deutschen Gang, die wir hier inzwischen gebildet haben, das Wochenende frei bekommen. Also wurde schnell klar, dass der Abend nicht so ruhig verlaufen wird, wie von manchen gedacht. Nachdem wir mit unserem kleinen kolumbianischen Freund mit Kindersekt und Absolut-Vodka auf sein Geburtstag angestoßen haben, ging’s dann auch schon um 1 nach Vilamoura, die Bars unsicher machen. Eigentlich hatte ich für die Nacht etwas mehr Zweisamkeit geplant gehabt, aber auf Grund von “bilingualen Schwirigkeiten der Treffpunktbestimmung” ist daraus leider nix geworden. Oder, um das Problem anders zu beschreiben: er spricht nur portugisisch, und ich alles, nur NICHT portugiesisch. Da ist eine Kommunikation, trotz meinem neuen besten elektronischen Freund, dem google-Übersetzer, kompliziert und ein genauer Treffpunkt oder Zeitpunkt für ein Date schwer auszumachen. Naja, das habe ich dann langsam auch eingesehn und bin mit feiern gegangen. Aber es sollte nicht das letzte Mal sein, dass ich auf dieses Problem stoßen sollte…

Wir waren also erst in der einen Bar und haben eine Gruppe Brasilianer (Kurzform “die Brasis”) getroffen, mit denen wir immer wieder was zusammen machen. Da waren wir aber auch schnell wieder weg und sind in RUIs Bar, Hauptanlaufspunkt für angetrunkene Engländer und uns halt. Ich find den Laden eigentlich nur wegen den zwei hübsch anzusehenden Barkeepern interessant, aber das is ja auch ein Grund.

Das tolle ist, dass die Jungs nicht nur gut aussehn (einer funkelde Augen, schicker Body groß, etwa 23, der andere eher der Neandertaler-Macho-Typ aber mit toller Ausstrahlung, um die 30), sie verstehen auch was von ihrem Handwerk. Bestes Beispiel durfen wir gestern wieder erleben. Wir haben uns dem Absinth gewidmet und der jüngere und schnuckligere von den beiden Bar-Männern hat uns den auf eine ganz spezielle Art serviert:

Man nehme ein großes Glas (etwa Kölsch-Größe), tut da die gewünscht Menge Absinth rein, anzünden, Mit der Hand das Glas abdecken und so die Flamme löschen. Die Physiker unter uns wissen natürlich, dass so ein Unterdruck entsteht und das Glas an der Handfläche haften bleibt. Schnuckel schüttelt also das Glas sehr cool und sexy an seiner Hand und nach etwa 10 Sekunden shakern, soll man erst schnell die Alkohol-Dämpfe aus dem Glas saugen. Das ganze übgigens durch seine Hand durch, also man saugt an seiner Hand, was für mich wohl als Einzigen der Beteiligen was erotisches hatte. Wobei, der Barkeepker fands sicher auch toll, sonst hätte er das sicher nicht mit so einer Freude gemacht. Naja, danach muss man natürlich das ganze noch trinken, und wieder an seiner Hand atmen….. naja, Kinderspiel für mich aber die Süd-Ami-Latino-Kinder hatten nach dem ersten Atmen schon schwer zu kämpfen.

Danach gings noch in nen paar andere Bars wo eigentlich immer das gleiche Spiel abging: rein, bestellen, schlucken, raus. “Zahlen” kam allerdings nicht immer in der Reihenfolge vor.

In einer Bar, wurde dann Ro. plötzich sehr hektisch, weil er mir wohl etwas Gutes tun wollte. Er wollte unbedingt das eine Mädel knallen und die hatte zufällig auch nen schwulen Freund. Ro hatte das leider mit dem Schwulsein so verstanden, dass wir alles ficken, was sich ebenfalls als schwul bekennt. Also wurde ich da in etwas reingeschmissen, was ich eigentlich gar nicht wollte. Dazu konnt der Junge leider auch wieder kein Englisch, aber seine Freundin hatte bereitwillig übersetzt. Ein Dialog, der wohl an Kürze und Direktheit (wenn man davon reden kann, wenn man sich per Dolmetscher unterhällt) nicht zu übertreffen ist:

Sie: “Hey, he likes you and he wants to fuck you!”

Ich: “Please tell him in a nice way, that he is not my type and that I don’t wanna get fucked, I want to fuck!”

Sie hatte den ersten Teil meiner Antwort leider einfach mal bei der Übersetzung weggelassen und so lautete ihre bzw. seine Antwort:

“He doesn’t want to get fucked tonight, but here is his number and he will be waiting for you tomorrow at BlackJack”

Nun ja, das wollt ich zwar nun nicht erreichen, aber naja, eine weitere Nummer für den Fall, dass man mal gar nicht weiter weiss.

Mir hat das aber gezeigt, ich hab’s noch nicht so nötig und kann noch ‘Nein’ sagen.

Wir sind also weitergezogen und irgendwann hatte sich unsere Gruppe auch getrennt, so dass ich erst Zuhause gesehn  hab, was sich Ro. als “Belohnung” für sein ritterliches Verkuppeln mit nach Hause genommen hat: meine Dolmetscherin, von meinen Mitbewohnerinnen nur “Mrs. Pornstar” genannt. Sie is aber echt lustig, und ich hatte mit ihr echt Spass, besonders als sie mir, als Ro mal wieder am telefonieren war, gesagt hat, dass sie definitif kein Sex mit dem Kind haben wird. Er war aber natürlich noch voller Hoffnung. Hoffnung die ich nicht zerstören wollte und auch konnte, weswegen ich mich mal ganz gentleman-like aus dem Schlafzimmer entfernt habe, um auf dem Balkon erstmal noch nen Glas Absolut zusammen mit nem Joint zu geniessen. Nach etwa 20 Minuten kommt Ro recht aufgelöst zu mir und erzählt mir irgendwas, dass die Süße ihn in den Schwanz gebisssen hat, und jetzt “hat er sie rausgeschmissen”. Ich hab ihn erstmal nur ausgelacht. Vorallem weil sie wahrscheinlich nicht mal sein bestes Stückchen angefasst hat und er sich das nur so ausgedacht hat. Draussen habe ich Mrs. Pornstar noch verabschiedet und das klang dann doch eher nach einem freiwilligen nach Hause gehen.Mrs. Pornstar, die im wahren Leben übrigens Angie heißt, hat ihren Namen übrigens daher, dass sie während ihrem etwa 1-stündigem Aufenthalt in unserem Crib nicht ihre High-Heels ausgezogen hat, weswegen überhaupt die weibliche Hälfte unserer WG aufgewacht ist.

Also wieder kein Sex für Südamerika. Mein letzter Moment der Zweisamkeit liegt jetzt zwar auch schon wieder ‘ne Woche zuück, und der war zwar auch eher ‘befriedigend’ als ‘gut’, aber immerhin es war Sex. Mit einem Brasilianer übrigens. Es scheint fast so, als wären alle Schwulen die hier leben Brasilianer.

Heute Abend geht es dann also ins BlackJack, Geburtstag auf kolumbianisch feiern. Also wir haben 1 Tisch in der VIP-Area reserviert und es wird wohl sehr, sehr viel Alkohol fließen. Aber das wird Thema des nächsten Eintrages werden. Auch, ob ich mich wirklich auf Sex ohne Verstängigung einlassen kann oder vielleicht doch mal Portugiesisch lerne.

Es bleibt spannend….

Heute ist wieder einer dieser verdammten Tage… nein, ich werde jetzt Fettes Brot zitieren. Auch wenn’s eigentlich recht gut passen würde.

Der Tag war von Regen, Langeweile und Unspektakularität geprägt. Wobei der Regen wohl schon das Spektakulärste war, in einer Gegend, wo es eigentlich nicht mehr regnen sollte.

Ansonsten gehen auch Nachrichten wie Tailand, wo es plötzlich wieder still wird, Woolworth hat Pleite gemacht (D. ich denk an dich!!) und die eine “No Angel”, die sich überraschend als “kein Engel” rausgestellt hat, auch hier nicht ungemerkt an einem vorbei. Zu ersterem, und dies soll eigentlich kein Polit-Blog sein, ist es doch traurig, wie es friedliche gelungene Revolutionen gibt, aber leider auch gewaltsame missglückte Revolutioen. Tailand wird in dieser Beziehung wohl noch ein Land sein, von dem wir noch viel hören werden. Welche Farbe auch immer grad ein Wechsel will.

Und zu dem gescheiterten Engel hat man natürlich auch so seine Gedanken. Ich will ihr weder eine Täter, noch eine Opfer-Rolle geben. Wenn man dann in den Äußerungen des Polizei-Deutsch als Grund für die Festnahme “Wiederholungs-Gefahr” hört, und dass sie in einer Disko verhaftet wurde, wäre vielleicht ja sogar schon “Gefahr in Verzug” angebracht gewesen. Ich hoffe, dass dieser Fall wieder einmal alle ein  wenig Wachrüttelt, dass ein hübsches Lächeln, oder Berühmtheit (das sollte man eigentlich schon längst wissen), einen nicht vor Krankheiten schützt!

Sexy Menschen können HIV haben!

Reiche Menschen können HIV haben!

Sympatische Menschen können HIV haben!

Kleine, Große, Jung und Alt, Mann und Frau kann HIV positiv sein!

Ich habe immerwieder in letzter Zeit gemerkt, wie auch unter schwulen Männern, bzw leider eher Jungs, der Trend weg vom Gummi ging. “Das Risiko fickt halt mit” wäre ja schon zu viel der Wahrnehmung der Gefahr. Oft, will man über die Gefahr nichts wissen, und alles was zählt ist der besondere Kick. In den Pornos siehts ja schließlich auch immer so geil aus. Nur dass man in den Pornos niemand zum Arzt gehen sieht, und wenn sicher nicht um DEN Test zu machen.

Ich hoffe sehr, dass es auch diese Jungs irgendwann lernen werden, dass sie nur für den blanken Kick, ihr Leben, wie sie es kennen, riskieren. Und wie wir nun wieder erinnert wurden, nicht nur das Eigene. Hoffentlich, wenn auch sie es begriffen haben, wird es nicht zu spät sein.

So, jetzt hab ich doch mehr darüber geschrieben, als ich eigentlich wollte. Aber wie gesagt, mehr is hier heute nicht passiert. Das heisst doch, bzw. das war eigentlich schon gestern. Ich habe mal wieder gemerkt, dass ich doch zu den Menschen gehöre, die wohl mindestens yo viel Glück wie Verstand haben. Am Wochenende habe ich mein Handy nach einem recht lustigen Abend im Taxi verlohren, und doch tatsächlich vom Taxifahrer gestern wiederbekommen. Es gibt also noch Hoffnung auf dieser Welt. Vielleicht sollte mal darüber mal jemand berichten. Nach jedem Tief kommt ein Hoch, nd morgen scheint bestimmt auch wieder die Sonne. Wo auch immer und für wen auch immer…

Ich bin jetzt seit ein paar Stunden hier auf worldpress.com und was sehe ich da? Die Seite gayromeo-ostereier-2009-gayromeo-easter-eggs-2009 ist die Nummer 1 der meist besuchtesten Blogs!

Vor DSDS und dem ganzen anderen Kram! Jungs, GOOD JOB!

http://steffen030.wordpress.com/2009/04/11/gayromeo-ostereier-2009-gayromeo-easter-eggs-2009/

Me, Myself & I

12. April 2009

Vielleicht sollte ich euch alle ersteinmal einen Überblick über die aktuelle Stammbesetzung meines Lebens hier geben. Also in diesem Stück, was ich einfach mal frei “Mein Leben” nenne, spiele ich natürlich die Hauptrolle. Das sieht geschrieben so narzistisch-egoistisch aus, aber so soll es eigentlich nicht sein. Ich bin glänzende 24 Jahre alt, wohne und arbeite seit gut 6 Wochen in Portugal und komme eigentlich aus….tja, sagen wir mal Deutschland. Zu meinen Problemen, ein Flecken Erde meine Heimat zu nennen werde ich sicher noch zu sprechen kommen.

Ich wohne hier in einem recht schönen Apartment zusammen mit 3 anderen Menschen. Womit ich hiermit die Besetzung in Kurzform vorstellen möchte:

  • Ich (Deutscher, 24, “der Schwule”)
  • Ro (Uruguayaner, 21, “der Womanizer”)
  • Je (Deutsche, 21, “das Kücken”)
  • Ri (Portugiesin, 31, “die WG-Mutti”)

Das ist zwar jetzt erstmal nen seeehr grober und verallgemeinender Eindruck von uns Vieren, aber es muss für jetzt reichen.Weitere Nebenrollen werden bei Bedarf vorgestellt.

So genug vorgeplänkel, nun mal Butter bei die Fische und hier ein sehr abgefahrenes Erlebnis, was mir vor einigen Tagen widerfahren ist.

Ich schlafe nichts ahnend in meinem, bzw Ro und meinem Schlafzimmer. Wir müssen uns hier nämlich ein Schlafzimmer teilen. Positiv ausgedrückt: advanced Teambuilding. Realsistisch: eine machmal echt nervige Sache.

So auch in besagter Nacht. Nachdem ich mich gegen 2 Uhr von der Frage-Antwort-Runde über mein privates Leben mit Ro. und seinem besten Freund aus Columbien (die Beiden sind unzertrennlich!!) losssagen konnte, wurde ich leider nur wenige Stunden später schon wieder aus meinem Schlaf gerissen. Ro. hatte nämlich nach einer wohl recht feuchtfröhlichen Nacht im örtlichen Club Nadia kennengelernt. Nadia musste mir natürlich auch vorgestellt werden. Also macht Ro natürlich erstmal das Licht an und guckt mich strahlend an. “Hey, wake up, I want you to meet her! And she has a gay friend!” Ihren Namen wusste er da leider nicht mehr, erst wieder am nächsten Morgen. Habe ich erwähnt, dass es morgens um 5.30 war und dass ich in 3 Stunden zur Arbeit musste? Dem enstrechend bescheiden, und weniger gentleman-like, war auch meine Begrüßung: “Hi HER! Nice to meet you and now get the f*** out of here, I want to sleep!  But say hi to your friend!” Mein südamerikanischer Neben-schläfer hat mein Wusch nach Schlaf aber leider einfach mal mit einem Lächeln ignoriert, wohl in Vorfreude auf die Dinge, die er wohl bald mit dem Blondi machen dürfte.

Als er dann ihr aber erstmal noch seine Musik, Bon Jovi um genau zu sein, vorspielen wollte, war es meiner Meinung nach an der Zeit noch einmal auf meine Anwesenheit und aktuelle Lage hinzuweisen. “I am serious: shut up, turn the lights of and let me sleep!!!” Das hatte er dann wohl auch verstanden, und die beiden haben sich erstmal hingelegt. Ich war schon kurz davor die Schmatz- und Küssgeräusche in meinen Schlaf zu integrieren, da hör ich auch schon wieder stärkere Bewegungen von einer Person Richtung Badezimmer…. gefolgt von einem platschenden Geräusch, leider noch nicht AUS dem Badezimmer, sondern DAVOR. Da hatte die liebe Nadia doch glatt ins Schlafzimmer gekotzt, worauf eine kleine Diskussion entbrannte mit dem Thema “What did you gave me to drink?” ich dachte mir ja nur spontan: “Hmm, da wahrscheinlich das, was sich grade auf unserem Fußboden breitmacht”.Gesagt habe ich nur in meinem besten Englisch: “Ro, why do you bring puking, drunken girls to our apartment?!” Das ganze allerdings noch mit ein paar wohl ausgewählten F- und S-Wörter ausgeschmückt.

Naja, wie man sich vielleicht denken kann, war jegliche Romantik nun endgültig flöten gegangen, was meinem Schlafbedürfniss sehr entgegen kam. Da mein kleiner Latino leider mehr besorgt um seinen Ruf, als um meinen Schalf ist, wollte er allerdings noch klären, dass ich das bitte nicht Je. erzählen soll. Er hat sich da wohl noch Hoffnung gemacht. Völlig unbegründet, da nicht nur ich von dieser Aktion aufgewacht bin. Auch die beiden Mädels konnten zumindest akustisch dem gesamten Verlauf perfekt folgen. Naja, you won’t bang that girl, bro!

Nadia hatte übrigens die Hosen anbehalten, also es war für alle Beteiligten ein durchaus unbefriedigter Abend, bzw Morgen.

So, das sollte mal so eine erste Story aus meinem Leben hier sein. Ich freu mich auf Eure Kommentare, Vorschläge, und Mitgefühl-Bekundungen.

Hello world!

12. April 2009

Hallo und willkommen!

Eigentlich wollte ich ja ein Buch über meine Erlebnisse schreiben, aber das wäre mir dann doch zu aufwendig und hochtragend gewesen. Also habe ich mich für die modernere und schnellere Version entscheiden, ein Blog.

Hier werdet ihr alles mögliche aus meinem Leben lesen, manches interessanter als anderes, manches solltet ihr besser nicht euren Kindern zeigen, und manches wird euch hoffentlich mit mir mitfühlen lassen.

Um niemandem zu nahe zu treten werde ich einige Namen hier abändern, ich bin nämlich generell ein Freund des Datenschutzes, auch wenn sich das ja mit dem Dasein eines Bloggers nicht immer überschneidet.Aber wir werden sehen, wie es läuft. Also WORLD, viel Spass mit meinem Leben!

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